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Offen gefragt: Wie siehts aus beim Ausstellungsteam?

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Ende Januar haben wir uns mit dem Ausstellungsteam von „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen“ zum Interview getroffen. Wir wollten wissen, wie der Stand der Dinge ist, wie sich die Mädels fühlen und was bis zur Eröffnung der Ausstellung am 16. April noch passieren muss. Den Inhalt des Interviews werden wir in drei Teilen den Februar über hier auf dem Blog veröffentlichen.

In 10 Wochen ist es soweit: die Studentinnen des Masters „Museum und Ausstellung“ werden ihre erste Ausstellung mit dem Titel „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen“ im Bauwerk in Oldenburg eröffnen. Das Bedürfnis eine Ausstellung unter diesem Titel zu konzipieren hat ganz unterschiedliche Gründe. Einerseits dient das studentische Projekt als Übungsfeld und entstand aus dem Wunsch praktisch zu arbeiten und lernen zu wollen.

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#begierdeobjekt

Gepostet von in Ausstellungsbesuch

Ort: NRW Forum Düsseldorf

„Darf ich hier fotografieren?“ – anscheinend hätte ich mir die Frage beim Betreten der Ausstellung „Ego Update. Die Zukunft der digitalen Identität“ im NRW Forum Düsseldorf sparen können, denn beantwortet wurde sie seitens der jungen Aufsicht mit einem etwas verwunderten Lachen und einem deutlichen JA. Dabei ist die Erlaubnis zur Fotografie in Ausstellungsräumen nach wie vor keine Selbstverständlichkeit.

Bis zum 17.01. konnte die erste von Alain Bieber kuratierte Ausstellung in seiner Position als künstlerischer Leiter des NRW Forums besucht werden. Sie beschäftigte sich mit Fragen wie „Wer will oder soll ich sein? Wie greift das digitale und technologische Weltgeschehen in die menschliche Identität ein, und was für eine Gesellschaft wird dabei entstehen? Wie werden unsere Identitätsvorstellungen und Wünsche durch die digitale Kommunikation geprägt oder erschaffen?“.

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Weihnachtspause

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Liebe Leser*innen,

wir verabschieden uns über die Feiertage und den Jahreswechsel & melden uns ab dem 05.01.2016 wieder zurück. Wir wünschen euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

// Ausblick: Im Januar erwarten euch Beiträge über Eigenarten von Ausstellungstexten und -räumen, die Möglichkeiten und Grenzen des Google Art Project, sowie über einen Besuch in der Kunsthalle München.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr mit viel Input!

Imke, Jessica, Lou und Marianne

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Nachgefragt: bei einer Ausstellungsbesucherin

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Ort: Kunsthalle Bremen // Thomas Hirschhorn. Nachwirkung

In der Ausstellung bin ich mit einer Besucherin ins Gespräch gekommen, die vor einem der Werke aus der Sammlung des Hauses stand. Da die Werke der alten Meister nicht mit Objektschildern versehen waren, wollte ich von ihr wissen, ob sie diese vermisst. Die Besucherin hätte die Objektbeschilderung jedoch eher als Störfaktor wahrgenommen, der sie „wieder aus der Ruine rausgenommen und in das tatsächliche Museum zurückgebracht hätte“. Für sie persönlich war der einführende Text zu Beginn der Ausstellung ausreichend, um sich den Raum samt Inhalt erklären zu können.

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Codes entstellen, statt zu zerstören.

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Ort: Kunsthalle Bremen // Große Galerie // „Nachwirkung“

Aktuell ist in den drei Sälen der Großen Galerie der Kunsthalle Bremen die Ausstellung „Nachwirkung“ des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn zu sehen. Bei der Raumgestaltung arbeitet er mit dem Motiv der Ruine und der Ästhetik der Dekonstruktion. Besonders interessieren Hirschhorn hier „der Zustand des Verlassenen, des Zerstörten, des Unbenutzbaren, des nicht mehr Gebrauchtwerdens oder auch des nie Fertiggestellten“¹. In die Ruinenlandschaft integriert sind fünf Kunstwerke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, die als Formbehauptung für die eigentliche Zeit und für den eigentlichen Ort der Arbeit stehen. „Das ist die Wahrheit dieser Arbeit, sie wird behauptet und verstärkt durch die Graffiti an verschiedenen Orten im Ruinengebäude. Die Graffiti zeugen von der Präsenz von Elementen und Energien, die nichts mit der ehemaligen Verwendung der Räume – die spekulativ bleiben soll – zu tun haben.“¹

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Visualisierung von Migration und kultureller Vielfalt in Museen

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Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

Migration und ihre Menschen sind in der deutschen Gesellschaft sichtbar geworden und fordern die Repräsentation von diversen Biografien und Lebensrealitäten auch zunehmend ein. Die Frage, wie Migration und kulturelle Vielfalt in der deutschen Museumslandschaft verankert werden können, ist noch nicht ausreichend beantwortet. Vielerorts hat sich die Darstellung von Migrationsgeschichte zwar in der musealen Alltagspraxis etabliert, jedoch scheint der die Gesellschaft durchdringende Stellenwert von Migration noch immer nicht mit dem Selbstverständnis von Museen als Ort des kollektiven Gedächtnisses und als Ort für Partizipation und Begegnung im Einklang zu stehen.

Wie können Migrationsprozesse visualisiert, wie Museen als Ort des kollektiven Gedächtnisses in die Verantwortung genommen werden? Die Auseinandersetzung der Museen mit Migration ist ein relativ neues Phänomen, das sich der Öffentlichkeit heute oftmals in der Verkürzung von Migration innerhalb der Ausstellungen über Migrationsgeschichte der sogenannten Gastarbeiter präsentiert.

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Nachgefragt: Virtuelle Ausstellungen

Gepostet von in Nachgefragt

Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

Heute möchten wir euch, liebe Leser*innen, eine neue Kategorie vorstellen. In „Nachgefragt“ werden wir zukünftig die Personen zu Wort kommen lassen, die im Museum arbeiten, Ausstellungen realisieren oder sich mit Ausstellungspraktiken beschäftigen. Durch ein bis drei Fragen wollen wir kurze Meinungsbilder zu ausstellungsrelevanten Themen einholen.

Den Anfang macht diese Woche Inga Müller, 24, Studentin des Masters „Museum und Ausstellung“ und Teil des Ausstellungsteams von „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen.“ Zu einem ihrer Interessenschwerpunkte „virtuelle Ausstellungspraktiken“ haben wir ihr zwei Fragen gestellt.

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Die Stadt als Bühne für Kunst

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„Sculpture Line“ // öffentlicher Raum // Prag

 

Das Open-Air Ausstellungsprojekt „Sculpture Line“ nutzte im Sommer 2015 die Möglichkeiten des öffentlichen Raumes der Stadt Prag, um Einwohner- wie auch Besucher*innen Skulpturen und andere Objekte zu präsentieren. Die Arbeiten von lokalen und internationalen Künstler*innen interagieren mit ihren Schauplätzen, fügen sich wie selbstverständlich in die Stadt ein und animieren die Menschen zu einer Entdeckungsreise durch Prag.

Eines der Objekte, das seinen Platz im Rahmen von „Sculpture Line“ im öffentlichen Raum der Stadt Prag gefunden hat, ist die Installation „Laundresses“ der tschechischen Künstlerin Veronika Psotková. Im Innenhof des Neustädter Rathauses (Novoměstská radnice) hängen Figuren aus Draht in unterschiedlichen Größen und Haltungen.

Durch die Installation werden Besucher*innen aufgefordert ihren Blick nach oben zu richten und so rückt gleichzeitig die Architektur des historischen Gebäudes in den Fokus.

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Ganz große Kunst

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Alfons Muchas „Slawisches Epos“ // Messepalast // Prag

Ach Herr Mucha,
über fast zwei Jahrzehnte an einem aus zwanzig großformatigen Gemälden bestehenden Bilderzyklus zu arbeiten, ist wahrlich eine Herausforderung, die Sie zu Lebzeiten gemeistert haben. Ihr „Slawisches Epos“ stellt in einem realistisch-monumentalen Stil Ereignisse aus der Geschichte der slawischen Völker, insbesondere Ihres geliebten tschechischen Volkes dar. Bis zu acht Meter breit und sechs Meter hoch sind die Gemälde und passen somit nicht gerade über die Sofas in den Wohnzimmern dieser Welt. Diese Form der Präsentation war von Ihnen aber wohl auch nie intendiert. Als Sie das „Slawische Epos“ 1928 erstmals der Öffentlichkeit im Messepalast, im Prager Stadtteil Holsĕvice, präsentierten, hatte das tschechische Volk nur Kritik für Ihren nicht mehr zeitgemäßen Stil übrig.

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