exhibition_ismus

Queerseum

Gepostet von in Ausstellungsbesuch, Mitgebloggt

Wie muss eigentlich eine queerfeministische Intervention in einer Ausstellung aussehen? 3 der Kurator*innen der Ausstellung Homosexualität_en haben bei einer Podiumsdiskussion viel aus ihrer Perspektive dazu geschrieben, aber muss 1 Kurator*in sein um queerfeministisch zu intervenieren? Dazu später mehr.

Die Ausstellung Offen gefragt! bezieht keine klare Position zum Thema queer, sie nutzt Gendersternchen, Gendergaps und genderneutrale Formulierungen in ihren Texten, ihre Toiletten sind binär gekennzeichnet und die Themen Geschlecht/Sexualität tauchen nur als Randnotiz auf. Nur im Rahmenprogramm wird erkennbar, dass Queerness als Thema doch mitgedacht wurde. Am 26.04 fand unter der Leitung Oliver Klaassens ein Workshop und ein Vortrag mit dem Titel Queerseum – Zur Rolle des Museums als diskursiver Verhandlungsort von Geschlecht und Sexualität statt.

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Making offen gefragt!

Gepostet von in künstlerische Produktionen

Der Aufbau der Ausstellung Offen gefragt! wurde vom 8ten April bis zur Eröffnung am 16ten April mit einer Kamera begleitet. Um den Prozess von einer leeren Halle bis zur fertigen Ausstellung sichtbar zu machen wurde ein Zeitraffer eingesetzt. Trotz dessen, dass nicht immer die Kamera mitlief, sind 33 Stunden Filmmaterial entstanden, die hier in 400facher Beschleunigung 4 Minuten und 29 Sekunden umfassen. Untermalt wird dies durch nicht beschleunigte, aber neu zusammengefügte und sich auf das Video beziehenden Töne, die ebenso während des Aufbaus eingefangen wurden.

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…versteh ich nicht!

Gepostet von in künstlerische Produktionen

  Ort: Edith Russ Haus  

So häufig schon stand ich vor Exponaten in Kunstausstellungen und das einzige, was in meinen Kopf kam, war: „Toll, es reizt mich, es spricht etwas in mir an, aber im Grunde… versteh ich es nicht.“ Aus einem solchen Gedanken kann Frust entstehen oder auch das Bedürfnis nach Anleitung, Erklärung. Sei es durch ein Begleitheft, eine Führung oder einen Audioguide, um ein solches Exponat näher kennenzulernen. Aber immer mehr fühle ich, dass es mich eher interessiert, Exponate nicht zu verstehen, als sie zu ergründen. Viel mehr bleiben mir so meine Eindrücke und Gefühle in Erinnerung, statt vorgefertigter Interpretationen oder Anekdoten. Nach einem Besuch der Ausstellung Roee Rosen: Live and Die as Eva Braun and Other Intimate Stories im Edith Russ Haus hatte ich wieder viele Eindrücke gesammelt, aber nichts fügte sich zu Interpretationen zusammen.

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Werkamalgam

Gepostet von in künstlerische Produktionen

Ort: Weserburg

In der Reflektion einer Glasscheibe spiegelt sich der Raum. Exponate, die mit Glasscheiben geschützt werden, oder in denen Glas ein gestalterisches Element ist, sind zumeist nur aus wenigen Winkeln oder gar nicht ohne eine Reflektion zu erblicken.

Spiegelung#4

Ein Amalgam ist eine Mischung aus mehreren Stoffen, die in den meisten Fällen nicht trennbar ist. Die Fotos, die ich hier präsentiere, bezeichne ich als ein Amalgam.

Spiegelung#7

Diese visuellen Eindrücke sind jedoch nur momenthafte Bruchstücke, die von Perspektive, Umgebung, Tageszeit und vielen weiteren Faktoren abhängig sind. Doch es geht mir nicht um die spezifische Perspektive, sondern die Amalgamhaftigkeit von Kunst mit Glasanteil.

Spiegelung#3

Das Glas interagiert automatisch mit dem Raum und bildet ständig neue Amalgame.

Spiegelung#2

Wie in einer Doppelbelichtung werden aus mehreren Bildern eines.

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Fensterlandschaften

Gepostet von in künstlerische Produktionen

Ort: Weserburg 

Fenster sind häufig in Ausstellungen anzutreffen, sie spenden Licht, können für frische Luft sorgen und bieten Fluchtwege bei Feuer. Aber wie geht man in einer Ausstellung mit Fenstern um? Sind sie eine architektonische Ablenkung mit positivem Beigeschmack? Oder sind sie vielleicht mehr?

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Offen gefragt im bau_werk

Gepostet von in künstlerische Produktionen

Um ein Gefühl für den Ausstellungsraum zu bekommen hat das Team der Ausstellung Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen sich am Ausstellungsort bau_werk getroffen. Fragen nach der räumlichen Ausstattung, Steckdosenverteilung, Lichtsituation und Temperatur lassen sich viel leichter in der konkreten Umgebung beantworten. Gleichzeitig bietet ein Treffen vor Ort die Möglichkeit der Entwicklung neuer Ideen, wie der Raum genutzt und die Ausstellung generell aufgebaut werden könnte. Ein paar Eindrücke von dem Treffen, dass im November stattfand, habe ich mitgefilmt. Tee, Decken und Bewegung waren unbedingt notwendig, da die Raumtemperatur ungefähr 4° betrug.

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Google Art Project 2: Aura & optisch Unbewusstes

Gepostet von in Essay

In der ersten Betrachtung des Google Art Project ging es um die virtuellen Museumsrundgänge. Diese zweite Abhandlung wird sich anhand Walter Benjamins Aufsatz Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit (1963) mit den Gigapixelreproduktionen des Google Art Project beschäftigen.

Im Google Art Project gibt es verschiedene Möglichkeiten verschiedene Objekte anzuschauen. Es gibt hochauflösende Aufnahmen von Malereien, Zeichnungen etc. und auch Fotos von Skulpturen, Installationen, Fundstücken usw. Auf der Startseite präsentiert Google einzelne Werke, andere Werke lassen sich anhand von Künstler*in, Material oder Sammlungen suchen.

Google Art Project Suche

Anders als im virtuellen Museumsrundgang sind die Bilder von keiner Verzerrung betroffen, haben eine sehr gute Qualität und Auflösung und die Benutzeroberfläche verschwindet nach wenigen Sekunden, in denen die Maus nicht bewegt wurde, damit die Werke ohne visuelle Irritation genossen werden können.

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The Google Art Project 1: Museumsrundgang

Gepostet von in Essay

Ort: Art Museum of the Americas, Washington DC.

Das Google Art Project bietet seit 2011 2 verschiedene Möglichkeiten die Inhalte bedeutender internationaler Kunstmuseen zu erleben. Die erste Möglichkeit ist ein virtueller Gang durch eine Reproduktion des Museums, ähnlich wie Google Street View. Jedoch ist der virtuelle Museumsrundgang nicht für jedes Museum möglich. Die zweite Möglichkeit ist, von Google fotografierte Bilder anzuschauen und miteinander zu vergleichen. Leider kommt es vor, dass sich beide Möglichkeiten bei Museen komplett unterscheiden, es können 2 gänzlich unterschiedliche Ausstellungen zu sehen sein.

Google Art Project 4

Dieser Beitrag setzt sich nur mit der Möglichkeit des virtuellen Museumsrundganges auseinander. In einem zweiten Teil werde ich auf die Möglichkeit der hochauflösenden Bilder eingehen.

Die Ausstellung, die ich hier behandle, habe ich relativ willkürlich ausgewählt.

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Eingerahmt

Gepostet von in künstlerische Produktionen

Ich muss gestehen: Die Kunst von vor etwa 1850 reizt mich nicht. Das heißt nicht, dass ich nicht ihre Existenz schätze, nur, dass ich ihr nichts abgewinnen kann. Und bei dem Besuch der Kunsthalle Bremen war ich mit unzähligen solcher Bildern konfrontiert. Die Inhalte konnten mich nicht begeistern, dafür aber die Rahmen. Es ist eine so facettenreiche Variation an Rahmen vorhanden – ob mit vielen Ornamenten, eher schlicht gehalten, in Gold, in Schwarz, in mehreren Farben, gut erhalten oder von der Vergänglichkeit der Zeit gezeichnet, offensichtlich befestigt oder an der Wand schwebend, aus Holz, aus Metall… Es ist wundervoll!

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