exhibition_ismus

Überfordert und unterschätzt?

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Super spannende Teilnehmende. Aber irgendwie sind wir ein bisschen von der Hauptfrage abgewichen….

Hochschwellige Diskussion mit Hürden für diejenigen, die (noch) nicht im Museum arbeiten.

Die Frage war doch: MUSEEN- Überfordert und unterschätzt? Aber gesprochen wurde fast nur über Ausstellungen. Thema verfehlt?

Es wirkte wie ein „Karrieretag“, an dem die Teilnehmenden von ihrer Arbeit berichten, die Hauptfrage wurde kaum behandelt.

VERMITTLUNG war leider das Hauptthema

Das sind einige der Kommentare, die auf den Evaluationskärtchen der Veranstaltung „Museen – überfordert und unterschätzt?“ des Ausstellungsteams „Offen Gefragt!“ im Nachhinein zu finden waren. Insgesamt 26 Karten wurden abgegeben. 16 der Besucher*innen gaben an, zufrieden mit dem Verlauf des Abends gewesen zu sein, zehn hatten sich  mehr erhofft, zwölf Menschen fanden die Impulsstatements zu Beginn der Podiumsdiskussion schlecht, 15 fanden die Moderation ausbaufähig.

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Making offen gefragt!

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Der Aufbau der Ausstellung Offen gefragt! wurde vom 8ten April bis zur Eröffnung am 16ten April mit einer Kamera begleitet. Um den Prozess von einer leeren Halle bis zur fertigen Ausstellung sichtbar zu machen wurde ein Zeitraffer eingesetzt. Trotz dessen, dass nicht immer die Kamera mitlief, sind 33 Stunden Filmmaterial entstanden, die hier in 400facher Beschleunigung 4 Minuten und 29 Sekunden umfassen. Untermalt wird dies durch nicht beschleunigte, aber neu zusammengefügte und sich auf das Video beziehenden Töne, die ebenso während des Aufbaus eingefangen wurden.

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Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen.

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 „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen.“ war am vergangenen Montag nicht nur Titel, sondern auch Programm. Die Führung durch die Ausstellung begann um 17.00 und dauerte ca. eine Stunde. Die Führung lieferte neue Perspektiven und spannende Hintergrund Informationen zu den gezeigten Exponaten. Besonders spannend fanden wir, dass die Besucher*innen viele Fragen stellten, ihre Blickwinkel und Ansichten auf die Exponate äußerten. So entstand in einer lockeren Atmosphäre ein inspirierender Austausch eben über das, wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen. Nach der Führung gab es die Möglichkeit einige Exponate genauer zu betrachten und mit den Ausstellungsmacherinnen in ein persönliches Gespräch zu kommen. „Wir finden es wichtig und sind sehr interessiert daran zu erfahren wer in die Ausstellung kommt und welche neuen Blickwinkel sich aus diesem Austausch ergeben.

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Nachtschicht

Gepostet von in Ausstellungsbesuch

Der Abend vor der Ausstellungseröffnung

Morgen Abend eröffnet die Ausstellung „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen“  im bau_werk/ Oldenburg. Wir haben das Ausstellungsteam am Abend vor der Eröffnung bei den letzten(?) Vorbereitungen mit der Kamera begleitet. Es wird gebohrt, gehämmert, gemalt, geklebt und ausgeleuchtet. Zwischen all dem wunderschönen & kreativen Karton-Kabel-Chaos, blieb auch noch Zeit zum Geburtstagskuchen essen: HAPPY BIRTHDAY HANNAH!

Die Stimmung in der Halle ist positiv geladen. Hier und da hört man mal einen Ausruf, der einem signalisiert, dass etwas nicht wie gewünscht auf Anhieb klappt. Zu funktionieren scheint es dann nach einigen Minuten aber trotzdem. Die Ausstellungsmacherinnen unterstützen sich gegenseitig bei der Umsetzung ihrer gestalterischen Wünsche. Auch einige Freunde sind vor Ort und kümmern sich um die Ausstellungstechnik.

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…versteh ich nicht!

Gepostet von in künstlerische Produktionen

  Ort: Edith Russ Haus  

So häufig schon stand ich vor Exponaten in Kunstausstellungen und das einzige, was in meinen Kopf kam, war: „Toll, es reizt mich, es spricht etwas in mir an, aber im Grunde… versteh ich es nicht.“ Aus einem solchen Gedanken kann Frust entstehen oder auch das Bedürfnis nach Anleitung, Erklärung. Sei es durch ein Begleitheft, eine Führung oder einen Audioguide, um ein solches Exponat näher kennenzulernen. Aber immer mehr fühle ich, dass es mich eher interessiert, Exponate nicht zu verstehen, als sie zu ergründen. Viel mehr bleiben mir so meine Eindrücke und Gefühle in Erinnerung, statt vorgefertigter Interpretationen oder Anekdoten. Nach einem Besuch der Ausstellung Roee Rosen: Live and Die as Eva Braun and Other Intimate Stories im Edith Russ Haus hatte ich wieder viele Eindrücke gesammelt, aber nichts fügte sich zu Interpretationen zusammen.

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Wir sind gut in der Zeit

Gepostet von in Nachgefragt

Die Sonne scheint und alle sind hoch motiviert. „Wir sind gut in der Zeit“, sagt die Gruppenkoordinatorin Ria. In der letzten Woche hat die Aufbauphase begonnen. Die Ausstellungsmacherinnen sind nun täglich im bau_werk. Ein Experte für Ausstellungstechnik steht ihnen beratend zur Seite. Es wird gestrichen, gesägt, gehämmert und alles was dazu gehört.

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Viele der Ausstellungsrequisiten stehen schon für ihre präsentierende Aufgabe bereit. Zumindest fast – einige sind dieser Tage noch zur Ablage umfunktioniert.

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Momentan noch Materialsammeltisch – am Samstag der Auramat. Jetzt fragt ihr euch bestimmt: „Was ist denn ein Auramat?“ Genaueres zu der Fragestellung „Nur das Original“ könnt ihr euch auf http://offengefragt.de/original-und-aura durchlesen und bis Samstag schon einmal überlegen, was sich hinter diesem ominösen Namen Auramat  verbirgt.

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Noch ist die Vitrine gut verpackt, aber am Samstag wird sie euch unter der Fragestellung „Wann kommt die Gegenwart?“ http://offengefragt.de/was-jetzt zum Nachdenken anregen. 

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Eingerahmt

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Das mumok (Museum Moderner Kunst) in Wien mag es künstlich. In allen Ausstellungsräumen werden die Objekte nur durch Kunstlicht inszeniert. Natürliches Licht bekommen hier weder Kunst noch ihre Liebhaber*innen zu Gesicht. Doch eine Stelle ist anders, ein Fenster gibt es und ermöglicht den Gästen des Hauses einen Panoramablick über Wien.

Wie ein in den Fensterrahmen eingelassenes Gemälde, präsentieren sich die Dächer der Stadt. Rote Dachpfannen zuerst, weiter hinten die sandfarbene Fassade des Kunsthistorischen Museums. Auch der Turm des Stephansdoms ist zu sehen. Der Blick aus dem Fenster dauert bei vielen Besucher*innen sogar etwas länger, als der auf das ein oder andere Objekt im Raum. Schon ok, find‘ ich.

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Lager Friedland

Gepostet von in wissenschaftliche Beiträge

– Grenzdurchgangslager Friedland –
Heimkehrerstraße 18
37133 Friedland

Das ist also Adresse all derer, die das sogenannte „Tor der Freiheit“ passiert haben. Wie passend. Am 20. September 1945 wurde das Grenzdurchgangslager nahe Göttingen als erste Anlaufstelle für Flüchtlinge, Vertriebene und Heimkehrer eingerichtet. Hunderttausende kommen, viele zu Fuß, die meisten jedoch mit dem Zug. Der Bahnhof liegt nur 200m vom Lager entfernt, ein weiterer Grund, wieso dieser Ort ausgewählt wurde. Bis Ende 1945 schleusen die Briten eine halbe Millionen Menschen durch das Lager für die Weiterreise in verschiedene Regionen Deutschlands – vor allem entlassene Kriegsgefangene und Vertriebene. Weil es immer mehr werden, müssen die Kriegsgefangenen Hand anlegen und weitere Barracken errichten, heute bekannt als „Nissenhütten“. Jeder Neuankömmling bekommt zuerst einen Registrierschein. Nur mit einem solchen gibt es die Möglichkeit auf neue Papiere, die Voraussetzung sind, um neue Arbeit oder eine Wohnung zu finden.

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