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Weihnachtspause

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Liebe Leser*innen,

wir verabschieden uns über die Feiertage und den Jahreswechsel & melden uns ab dem 05.01.2016 wieder zurück. Wir wünschen euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

// Ausblick: Im Januar erwarten euch Beiträge über Eigenarten von Ausstellungstexten und -räumen, die Möglichkeiten und Grenzen des Google Art Project, sowie über einen Besuch in der Kunsthalle München.

Wir freuen uns auf ein neues Jahr mit viel Input!

Imke, Jessica, Lou und Marianne

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Nachgefragt: bei einer Ausstellungsbesucherin

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Ort: Kunsthalle Bremen // Thomas Hirschhorn. Nachwirkung

In der Ausstellung bin ich mit einer Besucherin ins Gespräch gekommen, die vor einem der Werke aus der Sammlung des Hauses stand. Da die Werke der alten Meister nicht mit Objektschildern versehen waren, wollte ich von ihr wissen, ob sie diese vermisst. Die Besucherin hätte die Objektbeschilderung jedoch eher als Störfaktor wahrgenommen, der sie „wieder aus der Ruine rausgenommen und in das tatsächliche Museum zurückgebracht hätte“. Für sie persönlich war der einführende Text zu Beginn der Ausstellung ausreichend, um sich den Raum samt Inhalt erklären zu können.

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Nachwirkung. Der Sinn auf wackeligen Beinen

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„Der Besucher verlässt die Rauminstallation von Thomas Hirschhorn nicht ohne Nachwirkung: Nachdenklich und vor allem erleichtert, dem klaustrophobischen Raum entkommen zu sein.“[1]

In den drei Sälen der Großen Galerie der Kunsthalle Bremen erschafft der Konzeptkünstler Thomas Hirschhorn mit seiner Arbeit Nachwirkung eine Rauminstallation, die zu Momenten der Irritation führt. Die Frage nach der Bedeutung von Kunst, dem Sinn des Ausstellens, scheint ins Wanken zu geraten. Der Künstler bezeichnet die Arbeit als eine Installation am „Abgrund der Sinnlosigkeit“, die bei dem/der Betrachter*in jede Gewissheit verschwinden lässt.[2]

Fünf Werke aus der Sammlung der Kunsthalle werden in die Installation integriert. Der Künstler beschreibt die Integrierung der Kunstwerke, als Symbolisierung der ‚eigentlichen Zeit’ und den ‚eigentlichen Ort’ der Arbeit Nachwirkung. Die Wahrheit seiner Arbeit werden durch Graffiti an den Wänden, als Symbole für ‚Elemente und Energien’ die zusammenhangslos zu dem Gebäude stehen, deutlich.

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Nachgefragt: Lieblingswerke

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Als wir durch die Kunsthalle schlenderten, fiel mir vor allem die große Anzahl an Mitarbeiter*innen und Aufsichten auf. In fast jedem Raum wurden wir freundlich begrüßt, überall stand jemand, den man etwas fragen konnte. Wir waren lange im Museum. Betrat ich später denselben Raum nochmals, konnte es sein, dass die Aufsicht zwar gewandert war, sich aber noch immer in ihm befand. Schlagartig wurde mir klar: Das sind die wahren Expert*innen der Ausstellungen! Natürlich, die Kurator*innen hatten sie geplant, sie durchdacht und auch die Räume, je nach Möglichkeit, gestaltet. Aber wer hält sich wirklich lange – und damit meine ich mehr als ein paar Stunden –  in ihnen auf? Wer kennt wahrscheinlich jeden Strich, jede Unebenheit und jede Spiegelung in den Bildern und Vitrinen?

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Codes entstellen, statt zu zerstören.

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Ort: Kunsthalle Bremen // Große Galerie // „Nachwirkung“

Aktuell ist in den drei Sälen der Großen Galerie der Kunsthalle Bremen die Ausstellung „Nachwirkung“ des Schweizer Künstlers Thomas Hirschhorn zu sehen. Bei der Raumgestaltung arbeitet er mit dem Motiv der Ruine und der Ästhetik der Dekonstruktion. Besonders interessieren Hirschhorn hier „der Zustand des Verlassenen, des Zerstörten, des Unbenutzbaren, des nicht mehr Gebrauchtwerdens oder auch des nie Fertiggestellten“¹. In die Ruinenlandschaft integriert sind fünf Kunstwerke aus der Sammlung der Kunsthalle Bremen, die als Formbehauptung für die eigentliche Zeit und für den eigentlichen Ort der Arbeit stehen. „Das ist die Wahrheit dieser Arbeit, sie wird behauptet und verstärkt durch die Graffiti an verschiedenen Orten im Ruinengebäude. Die Graffiti zeugen von der Präsenz von Elementen und Energien, die nichts mit der ehemaligen Verwendung der Räume – die spekulativ bleiben soll – zu tun haben.“¹

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Eingerahmt

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Ich muss gestehen: Die Kunst von vor etwa 1850 reizt mich nicht. Das heißt nicht, dass ich nicht ihre Existenz schätze, nur, dass ich ihr nichts abgewinnen kann. Und bei dem Besuch der Kunsthalle Bremen war ich mit unzähligen solcher Bildern konfrontiert. Die Inhalte konnten mich nicht begeistern, dafür aber die Rahmen. Es ist eine so facettenreiche Variation an Rahmen vorhanden – ob mit vielen Ornamenten, eher schlicht gehalten, in Gold, in Schwarz, in mehreren Farben, gut erhalten oder von der Vergänglichkeit der Zeit gezeichnet, offensichtlich befestigt oder an der Wand schwebend, aus Holz, aus Metall… Es ist wundervoll!

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Themenmonat Dezember: Kunsthalle Bremen

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