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Raumerfahrung im staatlichen Museum ägyptischer Kunst

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Das Staatliche Museum ägyptischer Kunst wurde im Juni 2013 eröffnet und befindet sich im Münchner Kunstareal in der Gabelsbergerstraße gegenüber der ‚Alten Pinakothek‘. Im oberen Teil des Gebäudes residiert die ‚Hochschule für Film und Fernsehen‘. Im unterirdischen Teil des Gebäudes zeigt das ‚Staatliche Museum ägyptischer Kunst‘ altägyptische Exponate, die in einer Zeitspanne von über 5000 Jahren die Geschichte Ägyptens repräsentieren.

In diesem Monat veröffentlichen wir eine Reihe zum Thema ‚Virtualität – virtuelle Möglichkeitsräume‘. Das Interesse des folgenden Beitrags gilt dem Ägyptischen Museum, dessen Raumwirkung und die Nutzung des virtuellen Räumes.

Gleich einer Grabstätte befindet sich der Bau des ägyptischen Museums im unterirdischen Teil des Gebäudes. Beeindruckend und doch auch beängstigend. Schon das Entrée vermittelt die Einmaligkeit und den hohen kulturellen Stellenwert der hinter den Betonmauern verborgenen Kulturgüter.

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Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland – DOMID

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Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

Migration ist kein neues Phänomen, dennoch ist es derzeit wieder so aktuell und brisant, wie vielleicht seit mehreren Jahrzehnten nicht. Das Bild, welches besonders die einschlägigen Medien von Migrationsprozessen zeichnen, ist immer abhängig von visuellen „Beweisen“. Wie in dem vorhergehenden Beitrag zum Thema visuelle Repräsentationen schon ausgeführt, prägen diese die gesellschaftlichen Vorstellungen von den verschiedensten Themengebieten. So verhält es sich auch mit Flucht, Migration und Vertreibung. Es gibt so etwas wie einen gesellschaftlichen Konsens bzw. ungeschriebene Meinungsbilder zu diesen Themengebieten. Schon  von  Kindesbeinen  an  begegnen  uns  Bilder  in  Schulbüchern,  in Zeitschriften und kleinen Leseheftchen und scheinen uns die Wahrheit über geschichtliche Ereignisse zu vermitteln. Durch die technischen Möglichkeiten, Fotos oder Videosequenzen produzieren zu können, wird uns suggeriert, dies seien Abbilder der  Wirklichkeit.

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Das virtuelle Migrationsmuseum

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Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

Museen des 21. Jahrhunderts stehen vor großen Herausforderungen. Es reicht längst nicht mehr, Objekte zu arrangieren und einen Ausstellungstext herauszugeben. Schlagworte wie transkulturelle Vermittlung, unkonventionelle Präsentationsweisen, Neusichtung von Sammlungen; all das zirkuliert im Diskurs um museale Praktiken. Besonders durch das (fast überall verfügbare mobile) Internet hat sich das Kulturnutzungsverhalten der Gesellschaft(en) verändert. So sehen sich Museen mit der Tatsache konfrontiert, dass ihr zunehmend Interaktion und Partizipation gewöhntes Publikum die aktive, selbstgesteuerte und offen mitgestaltete Teilhabe an der Generierung von (kulturellem) Wissen einfordert. Gerade diese partizipatorischen Möglichkeiten und unvorhersehbare Verhaltensweisen eines sehr facettenreichen Publikums stellen die Interpretations- und Deutungshoheit von Museen infrage (vgl. Bocatius 2014: 30). In einem neuen Konzept, was aus dem Projekt DOMiD hervorgegangen ist, wird versucht, ein virtuelles Migrationsmuseum einzurichten.

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Visuelle Darstellungen und Repräsentationen

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Wir sehen sie. Wir schauen sie an und nehmen sie visuell wahr. Binnen Sekunden meinen wir sie zu verstehen und vergleichen sie mit dem uns zur Verfügung stehenden Bildrepertoire. Gefühle wie Zuwendung, Ablehnung, Freude, Angst oder Gleichgültigkeit durchströmen uns. Doch noch bevor wir länger darüber nachdenken können, folgt schon Neues, das von uns zu entschlüsseln ist.

Die Rede ist von visuellen Darstellungen, von Bildern, die uns fortwährend in unserem täglichen Leben begleiten und umgeben. Aber warum schreibe ich einen Beitrag über visuelle Darstellungen und dessen Repräsentationen? Visuelle Darstellungen sind ein fester Bestandteil unserer visuellen, hegemonialen, westlichen Kultur und begleiten uns unumgänglich in unserem Alltag.

Sigrid Schade und Silke Wenk (2011) beschreiben sie als „Befunde unseres Alltagslebens“ (Schade/Wenk 2011: 8). In dem Buch „Studien zur visuellen Kultur.

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Visualisierung von Migration und kultureller Vielfalt in Museen

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Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

Migration und ihre Menschen sind in der deutschen Gesellschaft sichtbar geworden und fordern die Repräsentation von diversen Biografien und Lebensrealitäten auch zunehmend ein. Die Frage, wie Migration und kulturelle Vielfalt in der deutschen Museumslandschaft verankert werden können, ist noch nicht ausreichend beantwortet. Vielerorts hat sich die Darstellung von Migrationsgeschichte zwar in der musealen Alltagspraxis etabliert, jedoch scheint der die Gesellschaft durchdringende Stellenwert von Migration noch immer nicht mit dem Selbstverständnis von Museen als Ort des kollektiven Gedächtnisses und als Ort für Partizipation und Begegnung im Einklang zu stehen.

Wie können Migrationsprozesse visualisiert, wie Museen als Ort des kollektiven Gedächtnisses in die Verantwortung genommen werden? Die Auseinandersetzung der Museen mit Migration ist ein relativ neues Phänomen, das sich der Öffentlichkeit heute oftmals in der Verkürzung von Migration innerhalb der Ausstellungen über Migrationsgeschichte der sogenannten Gastarbeiter präsentiert.

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Nachgefragt: Virtuelle Ausstellungen

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Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

Heute möchten wir euch, liebe Leser*innen, eine neue Kategorie vorstellen. In „Nachgefragt“ werden wir zukünftig die Personen zu Wort kommen lassen, die im Museum arbeiten, Ausstellungen realisieren oder sich mit Ausstellungspraktiken beschäftigen. Durch ein bis drei Fragen wollen wir kurze Meinungsbilder zu ausstellungsrelevanten Themen einholen.

Den Anfang macht diese Woche Inga Müller, 24, Studentin des Masters „Museum und Ausstellung“ und Teil des Ausstellungsteams von „Offen gefragt! Wovon Ausstellungen sonst nicht sprechen.“ Zu einem ihrer Interessenschwerpunkte „virtuelle Ausstellungspraktiken“ haben wir ihr zwei Fragen gestellt.

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The Stanley Parable

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Reihe: Virtualität – Virtuelle Möglichkeitsräume

In Videospielen sind Museen kein vollkommen ungewöhnlicher Ort. Aber meistens gibt es dann nur 2 Verwendungszwecke für sie. Entweder wird die Story vorangetrieben, indem sich im Museum Expert*innen oder Artefakte befinden, oder es ist ein fulminanter Schauplatz für virtuelle Morde. Diese beiden Verwendungen finden sich zum Beispiel in Fahrenheit, Runaway: A Road Adventure, Mafia: The City of Lost Heaven, Mafia II, Tom Clancy’s Rainbow Six Rogue SpearHitman Absolution und Screen Cheat.

Aus diesem Muster fällt The Stanley Parable heraus. Das Videospiel ist durch und durch dekonstruktivistisch und hinterfragt das Verhältnis von Avatar und Spieler*in, den eigenen Willen in einem determinierten Umfeld und was überhaupt ein Videospiel und eine Geschichte ist.

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