Offen gefragt: Wie siehts aus beim Ausstellungsteam? Part 2

Gepostet von in Nachgefragt

In der letzten Woche habt ihr in „Offen gefragt: Wie siehts aus beim Ausstellungsteam“ schon mal einen ersten Einblick in den Stand der Dinge erhalten, was alles noch bis zum 16. April zu tun ist und wie es den Ausstellungsmacher*innen 10 Wochen vor der Eröffnung geht. In dem zweiten Beitrag zu „Offen gefragt: Wie siehts aus beim Ausstellungsteam“ wird es um die Frage des Raumes und dessen Bedeutung für die Konzeption der Ausstellung gehen. In den Beiträgen Raum_Fragen und Raum_Lösung konntet ihr lesen, dass sich die Ausstellungsmacher*innen intensiv mit dem Thema Raum und dessen Anforderungen auseinander gesetzt haben.

Nachdem wir einen ersten Blick auf die vorläufigen Artworks für die Prints werfen konnten (ihr müsst euch leider noch ein bisschen gedulden), hatten wir den Eindruck, dass der Raum ein zentrales Thema für die Ausstellung darstellt. Wir haben uns gefragt, ob der Raum als Objekt in der Ausstellung wiederzufinden sein wird. Oder ob innerhalb der Ausstellung eine Positionierung gegenüber dem Raum erhoben wird. Gibt es einen Bereich innerhalb der Ausstellung der das Bauwerk thematisiert?

Das Bauwerk ist an keine Institution gebunden und daher ein unabhängiger Raum, der sehr viel Gestaltungsfreiheit bietet. Gerade dieser Aspekt war für die Ausstellungsmacher*innen zentral: „Das es ein unabhängiger Raum oder Ort ist, dass war für mich ausschlaggebend, vor allem in Bezug auf eine unabhängige Ausstellungskritik“. Fest steht, die Gruppe hat sich bewusst für das Bauwerk entschieden und ist sehr glücklich mit ihrer Wahl. „Es ist ein außergewöhnlicher Raum und daher passt er gut zu uns“. Ein Lachen geht in der Runde umher, weiter fügen sie an: „Unser Thema ist ja auch außergewöhnlich“. Auch wenn die Entscheidung über die Wahl des Ausstellungsraumes als zentraler Punkt von den Ausstellungsmacher*innen betrachtet wird, verstehen sie diesen, in Bezug auf die inhaltliche Ausrichtung der Ausstellung, eher als eine Art Hülle. Das heißt, dass der Raum keinen inhaltlichen Einfluss zum Beispiel auf die Objekte hatte oder selbst nicht als Objekt der Ausstellung betrachtet wird.

Eine große Herausforderung sehen die Ausstellungsmacher*innen in der Inszenierung der Objekte. Vor allem, wenn es darum geht einen Zusammenhang zwischen den Objekten und dem Raum herzustellen. Auch aus zeitlicher Perspektive ist es eine Herausforderung: „Es ist ein Ausprobieren, schauen wie die Dinge zusammenpassen und dabei verschiedene Blickwinkel einzunehmen.“

Die Gestaltung betrachten sie als Bindeglied zwischen Ausstellungsraum und Objekten. Daher ist die Gestaltung ein zentraler Faktor für die Inszenierung der Ausstellung. Interessant ist dabei auch die Frage: „Wer baut das alles?“ „Das machen wir selbst und sind aber auch gerade dabei eine Kooperation mit der Fakultät Technik zu vereinbaren.“ Es gibt keine festen Kooperationen mit Firmen oder anderen Fakultäten, auf die die Ausstellungsmacher*innen zurückgreifen könnten. Alles muss neu geplant und in Erfahrung gebracht werden. Wir sind gespannt wie die Ausstellungsmacher*innen diese Herausforderung umsetzen werden.